Vorher - Nachher - Fotos Facialisparese


Ursache:    Idiopathische Facialisparese seit Anfang 2016 mit Synkinesien

 

Bild 1                                                                Bild 2                                                  Bild 3

Bild 1 (links) Behandlungsbeginn Anfang 2018   (2 Jahre betroffen):

 

Behandlungsanlass war, dass die Betroffene 2 Jahre nach Erkrankungsbeginn selbst ohne aktive Bewegung des Gesichtes immer häufiger das Erleben einer "Maulsperre" (Originalzitat der Betroffenen) im Bereich des Kiefers hatte.

Deutlich sichtbar ist in Ruhe, dass ihre betroffene, linke Gesichtshälfte hyperton "nach oben gezogen bleibt" und nicht entspannt werden kann. Dadurch entsteht die verstärkt sichtbare Nasolabialfalte, der leicht erhöhte und gepresst wirkende Mundwinkel und auch das Auge erscheint etwas kleiner als das andere.

 

Funktionseinschränkungen:

Beim Sprechen ist der Mund asymmetrisch, der betroffene linke Mundwinkel bleibt dabei deutlich stärker geschlossen und nach außen (in Richtung Ohr gezogen). Wortanfänge mit "pr" oder "br" gelingen ihr nur schwierig auszusprechen.

Beim Essen muss sie kleine Bissen nehmen und insgesamt geht es nur sehr langsam, damit nichts heraus tropft. Beim Kauen werden Synkinesien am Augen sichtbar, das heißt der Ringmuskel um das Auge herum wird reflektorisch kontrahiert und "schließt" auf diese Weise das Auge. Spontan geht die Nahrung zum Zerkleinern ausschließlich in die "gesunde" Wangentasche hinein.

Das Schließen des Augen gelingt ihr zwar vollständig, jedoch "flattert" das Lid weiterhin und kommt nur sehr langsam zur Ruhe. Außerdem zeigen sich dabei sehr starke Synkinesien im Bereich der Wange, die sich reflektorisch nach oben zieht und den Mundwinkel dabei mitnimmt. Subjektiv beschreibt sie beim Schließen das Gefühl einer rauen Innen-Haut am Lid des Auges sowie das subjektive Gefühl, "dass der Augapfel nach innen in Richtung Zentrum des Kopfes" gezogen wird. Beide subjektiven Beschreibung sind als Parästhesien, also Missempfinden zu interpretieren, die auch durch den eingeschränkten sensiblen, also gefühlten Anteil des Nervus Facialis entstehen können.

 

Bild 2 (Mitte)

Im Zwischenergebnis (nach ca. 10 Behandlungseinheiten) ist deutlich mehr Symmetrie und Harmonie des Gesichtes in Ruhe, also ohne aktive Bewegung sichtbar. Die Nasolabialfalten erscheinen fast symmetrisch. Der Hypertonus der Wangenmuskulatur ist also deutlich reduziert.

Beim Sprechen ist der Mund deutlich symmetrischer und gelegentlich geht spontan auch Nahrung beim Essen in die betroffene Wangentasche.

Der subjektiv wahrgenommene Zug des Augapfels nach innen hat sich reduziert, ist aber noch teilweise innen am Augapfel zu spüren.

Beim Schließen der Augen ist die Synkinesie der Wange zwar schon reduzierter, stellt jedoch weiterhin ein Problem dar.

 

Bild 3 (rechts)

privates Abschlussfoto in einem Urlaubssetting (ca 1,5 Jahre nach Behandlungsbeginn)

Behandlungsende war nach ca. 1 Behandlungsjahr (ca. 20 Behandlungseinheiten)

 

Das Gesicht hat eine große Ausdrucksstärke und wirkt harmonisch dabei. Optisch würde kein Außenstehender in dieser Situation eine ehemalige Facialisparese mehr erkennen können. Die Gesichtszüge sind in Bewegung des Lächelns symmetrisch. Symmetrie ist zwar nie Behandlungsziel, denn auch kein "gesundes" Gesicht ist wirklich symmetrisch.

Essen und Trinken ist beidseits ohne Probleme möglich, die Missempfindungen des Zugs des Augapfels und des rauen Innenlids sind vollkommen beseitigt.

Beim Schließen des Auges ist immer noch eine leichte Synkinesie im Bereich der Wange sichtbar, kann an guten Tagen mit entsprechender Konzentration jedoch auch kontrolliert werden.

 

Ein rundherum zufriedenstellender Behandlungsverlauf für beide Seiten!

Danke für Ihr Vertrauen!